Drogenberatung

Niedrigschwellige Beratung und Unterstützung für Menschen mit Migrationserfahrung, die Drogen konsumieren oder sich wegen ihres Konsums Unterstützung wünschen.

Beratung ohne Vorurteile

Menschen mit Migrationserfahrung können beim Umgang mit Drogen vor besonderen Herausforderungen stehen. Sprachliche Schwierigkeiten, unsichere Lebensverhältnisse, fehlende Kenntnisse des deutschen Hilfesystems oder Sorgen wegen des Aufenthaltsstatus können es zusätzlich erschweren, Unterstützung zu suchen.

In Münster gibt es verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote. Die Beratung kann sich nach der persönlichen Situation und den eigenen Fragen richten. Es geht nicht darum, Menschen zu verurteilen, sondern darum, gemeinsam nach passenden Hilfen zu suchen.

Wichtig: Die Angebote der Drogenhilfe der Stadt Münster sind kostenlos, freiwillig und anonym. Die Mitarbeitenden unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.

Welche Unterstützung möglich ist

Erstberatung und Informationen

Man kann sich zunächst informieren und die eigene Situation besprechen. Auch kurze Fragen zu Drogen, Konsum, Risiken oder weiteren Hilfsangeboten können Thema einer Beratung sein.

Hilfe im Alltag

Die Beratungsstellen unterstützen auch bei praktischen Problemen und können bei Bedarf an weitere Einrichtungen oder passende Unterstützungsangebote vermitteln.

Gesundheitliche Unterstützung

Je nach Situation kann der Kontakt zu medizinischen, psychosozialen oder suchtmedizinischen Angeboten vermittelt werden.

Weiterführende Hilfen

Dazu gehören beispielsweise die Vermittlung in Therapie, Nachsorge oder andere geeignete Beratungs- und Unterstützungsangebote.

INDRO e.V.

INDRO e.V. ist eine Anlaufstelle für Menschen, die Drogen konsumieren, substituiert werden oder bereits aus dem Konsum ausgestiegen sind. Das Angebot ist niedrigschwellig und richtet sich insbesondere an Menschen, die Unterstützung ohne hohe Zugangshürden benötigen.

Zum Angebot gehören unter anderem Beratung, Kontaktmöglichkeiten und verschiedene Hilfen zur gesundheitlichen und sozialen Stabilisierung. INDRO arbeitet außerdem im Bereich der akzeptierenden Drogenarbeit und der Schadensminimierung.

Adresse:
INDRO e.V.
Bremer Platz 18–20
48155 Münster

Telefon: 0251 60123

Die aktuellen Angebote und Kontaktmöglichkeiten können direkt bei INDRO erfragt werden.

Drogenhilfe der Stadt Münster

Die Drogenhilfe der Stadt Münster bietet Beratung und Unterstützung rund um den Konsum von Drogen. Das Angebot reicht von Kurzinformationen und alltagspraktischen Hilfen über Therapievermittlung bis zur Nachsorge. Auch Eltern und Angehörige können sich beraten lassen.

Die Beratung orientiert sich an den persönlichen Fragen und der jeweiligen Lebenssituation. Die Angebote sind kostenlos, freiwillig und anonym.

Drogenhilfe Münster

Schorlemerstraße 8
48143 Münster
Montag bis Donnerstag: 9:00–12:00 Uhr und 14:00–16:00 Uhr
Freitag: 9:00–12:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Offene Beratung der Stadt Münster

Die Drogenhilfe der Stadt Münster bietet mittwochs eine offene Sprechstunde an. Dafür ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Offene Sprechstunde

Mittwoch, 9:00–12:00 Uhr

Hier kann man ohne vorherige Terminabsprache zu einem ersten Gespräch kommen, unmittelbare Unterstützung erhalten oder wichtige Telefonate führen.

Kostenloses Frühstück

Mittwoch, 10:00–12:30 Uhr

Das offene Frühstück richtet sich an Menschen, die Drogen konsumieren. Gleichzeitig können unter anderem Dusche, Waschmaschine und Trockner sowie weitere Unterstützungen genutzt werden.

Barrierefreiheit: Das Gebäude der Drogenhilfe in der Schorlemerstraße ist derzeit nicht barrierefrei. Bei Bedarf können nach vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme barrierefreie Räume im Stadthaus 2 organisiert werden.

Jugendliche und junge Erwachsene

Auch Jugendliche und junge Erwachsene können sich an die Drogenhilfe der Stadt Münster wenden. Die Beratung kann sich beispielsweise auf Cannabis, Ecstasy, Speed oder andere Drogen beziehen.

Die Beratung kann vertraulich und persönlich erfolgen. Gesprächsinhalte werden nicht ohne Einwilligung an Dritte weitergegeben.

Auch Angehörige und Bezugspersonen können sich beraten lassen. Wenn Eltern oder andere nahestehende Personen Fragen zum Drogenkonsum eines Jugendlichen haben, können sie ebenfalls Unterstützung erhalten.

Weitere passende Informationen auf dem Münster-Kompass

Rund um Gesundheit, Beratung und medizinische Hilfe findest du auf dem Münster-Kompass weitere passende Informationen.

Wenn du Unterstützung suchst

Du musst nicht erst wissen, welche Beratungsstelle für dich die richtige ist. Wenn du unsicher bist, kannst du zunächst Kontakt aufnehmen und deine Situation schildern. Die Beratungsstellen können gemeinsam mit dir klären, welche Unterstützung sinnvoll ist.

Auch wenn du nicht selbst Drogen konsumierst, kannst du dich beraten lassen, wenn du dir Sorgen um eine nahestehende Person machst.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der Orientierung. Öffnungszeiten, Ansprechpartner:innen und Angebote können sich ändern. Bitte erkundige dich bei der jeweiligen Beratungsstelle nach den aktuell geltenden Zeiten und Möglichkeiten.

Stand der Kontaktdaten und Öffnungszeiten: September 2026.

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